Stellungnahme der SPD zur "L532 - Ortsumgehung Böhl-Iggelheim"
Umgehung

Fakten:

Die geplante Westumgehung Iggelheim L532 neu soll vor dem derzeitigen Kreisel in Iggelheim beginnen, etwa 230 m südlich der Sandgasse / Holzweg in Richtung Böhl führen und an der Kreuzung am Penny-Markt in Böhl mit einem Kreisel an die Landstraße L528 angebunden werden.

  • Länge des Bauvorhabens: 2,95 km
  • Höhe der Straße über Umgebung: ca. 2,4 m
  • Fahrbahnbreite: 8m
  • Breite der Straßenbaumaßnahmen: 17 m
  • Versiegelte Fläche: ca. 31.677 m2 vollversiegelt, 2.018 m2 teilversiegelt
  • Bauvolumen, inkl. Bankette: ca. 92.000 m3
  • Kürzeste Entfernung zur Wohnbebauung: 95 m
  • Entfernung zum Neubaugebiet Oberfeld: 230 m
  • Lärmschutzmaßnahmen nicht vorgesehen
  • Raumordnungsverfahren nicht vorgesehen
  • Radweg entlang der Westumgehung nicht vorgesehen
  • Verlust von u.a. 267 m2 + 789 m2 geschütztes Nass- und Feuchtgrünland, 5.294 Gehölzen,  13 Bäumen, 4.778.m2 Grünland, 4.460 m2 Krautsäume
  • Bauzeit: 24 Monate
  • Kosten mind. 8 Mio €
  • Berechnete Verkehrsentlastung durch den Durchgangsverkehr für Iggelheim: 50 %

Kritik und Änderungsbedarf an der Bauplanung

1. Allgemein

  • Reduktion der Verkehrsbelastung für Iggelheim: nur ca. 50 % des Durchgangsverkehrs (bei 40% Anteil am Gesamtaufkommen) ergeben eine Reduzierung von 20%.
  • Die Lärmminderung durch die Reduzierung am Gesamtaufkommen ist nicht bekannt.
  • Die zugrunde gelegte Verkehrszählung für Radfahrer und Fußgänger am Holzweg aus 2016 entspricht nicht dem heutigen Aufkommen, dieses hat sich seitdem signifikant erhöht. Der Landesrechnungshof hat 2017 die Zahlen kritisiert und den LBM beauftragt eine neue Zählung durchzuführen.
  • Im Zusammenhang mit der Planung der Umgehungsstraße fehlt ein Radwegkonzept (u.a. ein Radschnellweg NW, Schifferstadt, Ludwigshafen, Mannheim, Heidelberg).
  • erhöhtes Verkehrsaufkommen auf der Umgehungsstraße prognostiziert: schnellere Anbindung in Richtung Schifferstadt, Limburgerhof wird zusätzlichen Verkehr aus Richtung Haßloch auslösen.
  • Auslegung der Umgehungsstraße für Geschwindigkeiten bis 100 km/h.
  • Kein Lärmschutz vorgesehen. Bei bis zu 2,4 m Straßenhöhe und Westwind erhebliche Lärmbelästigung für den gesamten nördlichen und westlichen Ortsbereich zu erwarten.
  • Verlust von Naherholungsgebiet westlich der Sandgasse, da diese abgeschnitten wird
  • Weitere Trennung der beiden Ortsteile.
  • Versiegelung wertvoller Ackerflächen.
  • Verlust zahlreicher Gehölze, Sträucher, Grünflächen.

2. Anbindung von Iggelheim am Kreisel

Der vorhandene Kreisel wird zurückgebaut, da er nach Angabe des LBM nach Leistungsfähigkeitsberechnungen zu Problemen führen wird; nachprüfbare Angaben hierzu wurden nicht mitgeteilt. Die Variante 4, bei der die neue Umgehungsstraße am Kreisel beginnt, bremst den Verkehr relevant ab und wird bevorzugt. Die Anbindung erfolgt durch eine neue Stichstraße, mit Ampelanlage an der L532 neu. Die vorgesehene Rechtsabbiegespur für die Einfahrt nach Iggelheim stellt eine nicht notwendige zusätzliche Baumaßnahme dar und ist zu streichen.

3. Anbindung Farrwiesenstraße

Der derzeitige Feldweg in Verlängerung der Farrwiesenstraße endet an der L532, eine Überquerung ist nicht möglich. Es wird dringend eine Unterführung oder sichere Überquerungsmöglichkeit mit Verkehrsinsel für den von zahlreichen Fußgängern, Radfahrern benutzten Weg benötigt! Das Naherholungsgebiet westlich der Sandgasse wird abgeschnitten.

4. Anbindung Holzweg

Die Durchfahrt von Böhl nach Iggelheim für Kraftfahrzeuge wird geschlossen. Es besteht nur noch von Böhl kommend die Möglichkeit, auf die L532 einzubiegen. Um von Böhl, Holzweg, ins Neugebiet „Oberfeld“ zu fahren, muss ein Mehrweg von ca. 1 km gefahren werden mit erheblicher zusätzlicher Lärmbelastung für die Eisenbahnstraße und Oberkreuz. Die durch die Umgehungsstraße erzielten Lärmminderungen werden hierdurch teilweise kompensiert. Die Anbindung des Holzweges muss mittels eines Kreisels erfolgen.

Der Holzweg wird als Weg zur Schule und zum Jugendzentrum von zahlreichen Schülern benutzt, mit der BBS wird die Nutzung noch zunehmen. Die Verkehrserhebung aus 2016 ist für die Planung ungeeignet. Es wird für Fußgänger und Radfahrer dringend eine Brücke oder Untertunnelung benötigt, da sich die Kreuzung in einer Kurve befindet.

Die Erreichbarkeit der südlichen Bereiche von Böhl für die Feuerwehr wird deutlich verschlechtert und muss mittels Kreisel sicher gestellt werden.

5. Kreisel am Penny Markt, Böhl

Die nun in der Planung vorgesehene Unterführung für Fußgänger und Radfahrer wird ausdrücklich begrüßt und muss entsprechend sicherheitstechnisch ausgeführt werden. Die Fortführung des Fußgänger/Radweges zur Peter-Gärtner-Schule muss verbreitert werden, er ist bereits für die derzeitige Nutzung eindeutig zu schmal. Der deutlich erhöhten Nutzung durch die geplante BBS ist zusätzlich Rechnung zu tragen. Eine Fortführung des Radweges vom Kreisel zum Bahnhof wird dringend benötigt, desgleichen in Richtung Schifferstadt bis zum Anschluss an die bisherige Landesstraße.

6. Kreuzung Eisenbahnstraße zur L528 an der Shell-Tankstelle

Die Verlängerung der Eisenbahnstraße nach Schifferstadt gemäß der derzeitigen L532 entfällt, der Streckenabschnitt bis zur neuen L532 soll zurückgebaut werden.

Somit resultiert ein Mehrweg in Richtung Schifferstadt von ca. 700 m. Um zumindest eine Halbierung des Mehrweges zu erreichen wird gefordert, die alte L532 nicht zurück zu bauen und von der Eisenbahnstraße die Einmündung in die L532 neu in Richtung Schifferstadt zu ermöglichen.

Resümee zur Westumgehung

Resümee zur Westumgehung

  • Die geplante Umgehungsstraße L532 neu kann zu einer Verkehrsberuhigung von ca. 20 % im Ortskern Iggelheim führen.
  • Durch die Unterbrechung des Holzweges ist in beiden Ortsteilen mit zusätzlichem Verkehr zu rechnen, der die geplante Minderung teilweise kompensiert.
  • Durch die Umgehungsstraße entsteht eine neue Lärmquelle.
  • Die Planung beruht auf veralteten Verkehrszählungen von 2016. Die tatsächliche Frequentierung der Radwege hat in den letzten Jahren deutlich zugenommen, durch die Corona-Pandemie wurde dies nochmals verstärkt. Weder die Neubausiedlung am Oberfeld noch der geplante Bau der Berufsschule wurden bei der Planung berücksichtigt.
  • Die Unterbrechung des Holzwegs führt zu signifikanten Nachteilen für die beiden Ortsteile.
  • Ein Radwegekonzept in Zusammenhang mit der Umgehungsstraße wird dringend benötigt.
  • Von Fußgängern und Radfahrern, als auch von landwirtschaftlichem Verkehr, häufig genutzte Feldwege werden durch die Umgehungsstraße unbenutzbar unterbrochen.
  • Das Kosten-Nutzen-Verhältnis ist zweifelhaft, da nur eine ca. 50 %ige Reduzierung des Durchgangsverkehrs sowie 20 % des Gesamtverkehrs erwartet wird, zusätzliches Verkehrsaufkommen durch gekappte Verbindungen wurden hierbei nicht berücksichtigt.
  • Durch die prognostizierte Elektromobilität ist ab 2025 von einer deutlichen Lärmminderung auszugehen.

Iggelheim benötigt eine sofortige Lärmminderung,

nicht erst in 5 bis 10 Jahren!

  • Sofortiges Durchfahrverbot für LKW!
  • Tempo 30km/h streng kontrollieren!

 

Antrag auf ein Fahrradhochhaus

Diesen Antrag wollten wir stellen, die CDU war hier schneller, Annette Schön hat der Verwaltung ihre Recherchen in Bezug auf Fahrradunterstände, die auch kostengünstiger sind, als der Vorschlag der CDU, zur Vefügung gestellt.

Die Sperrung der Hochstraße Süd in Ludwigshafen und die bevorstehende Sanierung der Hochstraße Nord zwingen zum Umdenken und zu neuen Lösungsansätzen in  Verkehrsfragen.

Hier spielt der öffentliche Personennahverkehr eine große Rolle, seit der Sperrung der Hochstraße Süd hat der ÖPNV um über 10% mehr Fahrgäste zu verzeichnen. Die vermieteten Fahrradboxen am Bahnhof sind seit langem ausgelastet.

Viele haben ein schönes Rad, fahren aber mit einem alten zum Bahnhof, weil die Wahrscheinlichkeit, dass es abends noch so schön ist, nicht so hoch ist.

In Darmstadt gibt es schon seit mehr als zehn Jahren ein Fahrradparkhaus am Hauptbahnhof. Das größte deutsche Fahrradparkhaus steht seit 1999 in Münster.

Als Beispiel aus Frankfurt: Das Unterstellen eines Fahrrads kostet einen Euro am Tag.

Eine Monatskarte kostet zehn Euro, eine Jahreskarte 100 Euro.

Die Verwaltung wird beauftragt einen Investor für ein Fahrradparkhaus zu finden.

Herstellung eines durchgängigen kreuzungsfreien Fuß- und Radweges vom Bahnhof zum Rathaus

Der Bahnhof ist ein wichtiger Umsteigepunkt zum ÖPNV.

Deshalb sollen Maßnahmen ergriffen werden, um die Anfahrt und Nutzung des Bahnhofs attraktiver zu machen.

Eine Maßnahme davon ist die Schaffung eines durchgängigen möglichst kreuzungsfreien Rad- und Fußweges vom Bahnhof zum Rathaus. Dieser kann von Pendlern, Schülern der PGS,  Bürgern die zum Einkaufen fahren oder für Besucher des Rathauses genutzt werden.

In Teilbereichen gibt es diesen Weg bereits.

Abschnitt A:

Vom Rathaus bis zur Einmündung der Straße Im Stiegelsteig existiert ein gemeinsamer Fuß und Radweg. Dieser ist als Schulweg und zentraler Weg von Iggelheim zum Bahnhof für Fußgänger und Radfahrer jedoch zu schmal.  Es fehlt auch ein Schutz des Fußweges zur Landesstraße.

Abschnitt B:

In der Iggelheimer Straße von der Einmündung der Straße Im Stiegelsteig bis zur Straße Am Bahnhofsplatz. Hier endet der gemeinsame Fuß- und Radweg. Es gibt auf beiden Straßenseiten einen breiten Fußweg. Fahrradfahren müssen die Straßenseite wechseln und auf der Straße fahren, um Richtung Bahnhof zu kommen.

Abschnitt C:

Die Straße Am Bahnhofsplatz bis zu den Fahrradstellplätzen. Hier gibt es auf der rechten Seite einen Fußweg. Radfahren dürfen nur in Richtung Bahnhof fahren. Fahrradfahren vom Bahnhof Richtung Iggelheim ist nur über die Straße Im Stiegelsteig möglich. In der Straße Im Stiegelsteig gibt es jedoch keinen Bürgersteig.

Die Herstellung eines durchgängigen Radweges auf der linken Seite (bislang Grünfläche) ist möglich und erscheint sinnvoll.

Insgesamt ist festzustellen, dass auf dem vorhandenen Gelände genug Platz vorhanden ist, um einen durchgängigen möglichst kreuzungsfreien Fuß- und Radweg vom Rathaus zum Bahnhof zu schaffen.

Dieses Projekt wurde bereits im Jahr 2015 im Klimaschutz-Teilprojekt klimafreundliche Mobilität

für die Gemeinde Böhl-Iggelheim beschrieben. Ein Auszug des Projekts (Maßnahme A7 – Attraktive und geschlossene Netze für den Radverkehr schaffen) ist beigefügt.

Die SPD beantragt Haushaltsmittel für die Planung und Realisierung des durchgehenden Fuß und Radwege in den Haushalt einzuplanen und zwar:

2020  20.000. € Planungskosten und Prüfung der Zuschussfähigkeit der Maßnahme

2021  100.000 € Geländeerwerb und Baukosten

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