Vogelpark

Veröffentlicht am 14.01.2021 in Kommunales
 

Presseerklärung der SPD und den Grünen im Gemeinderat zumVogelpark

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Viele Böhl-Iggelheimer haben schöne Erinnerungen an den Vogelpark. Gemeinsam mit den Eltern waren wir dort als Kinder, dann selbst als Eltern mit den eigenen Kindern auf dem Spielplatz, bei den Tieren, beim Entenfüttern. Seit Auflösung des Vogelschutzvereins Böhl-Iggelheim wird das Gelände, mit Ausnahme der Gaststätte, nicht mehr genutzt, da die Volieren und ehemaligen Tiergehege verfallen. Der Kinderspielplatz ist abgesperrt, die Spielgeräte sind abgebaut. Die Gemeinde wird den Spielplatz mit neuen Geräten wieder nutzbar machen.

Nun ist ein Investor an die Gemeinde herangetreten, der das Gelände umnutzen will, zum Pferdehof mit therapeutischem Reiten. Dies hätte aber zur Folge, dass ein Großteil des Geländes nicht mehr der Öffentlichkeit zur Verfügung steht. Jede Gemeinde wäre froh, wenn sie über ein solches Gelände verfügen würde, das von den Bürgern genutzt werden könnte. Auch lag bei der Ratssitzung noch nicht die Stellungnahme der unteren Naturschutzbehörde vor, aber es scheint, dass sie dem Vorhaben keine gute Prognose gibt.

Das Gebiet des ehemaligen Vogelparks Iggelheim liegt in einem Landschaftsschutzgebiet, gleichzeitig in einem Vogelschutzgebiet und einem FFH-Gebiet. Damit ist ein erheblicher ökologischer Schutzstatus verbunden.

(Die sogenannten FFH-Gebiete werden auch als Gebiete gemeinschaftlicher Bedeutung (GGB) bzw. Special Areas of Conservation (SAC) bezeichnet. Die Vogelschutzgebiete werden als besondere Schutzgebiete bzw. Special Protected Areas (SPA) bezeichnet. Sie werden nach EU-weit einheitlichen Standards ausgewählt und unter Schutz gestellt. aus http://www.ffh-gebiete.de/ )

In der letzten Ratssitzung hat der Rat beschlossen, einen öffentlichen Aufruf zu starten, um die Bürger zu beteiligen. Wir sind sehr erfreut, wie viele Bürger sich an dem Aufruf beteiligt haben.

Wir sind für

  • eine naturnahe Nutzung, das Gebiet erfährt durch eine neue Nutzung eine ökologische Aufwertung, insbesondere wenn die bisherigen Schutzkriterien beachtet werden (ein Teil soll wieder Wald werden)
  • die Nutzung ist verknüpft mit einem Bildungsauftrag für Jugend, Familien und Senioren, insbesondere bleibt die Öffnung für alle Bürgerinnen und Bürger erhalten
  • Die Planung und Umsetzung erlaubt eine Förderung durch Bund, Land, Kreis und private Initiativen im Sinne von Umweltschutz und Klimaschutz.
  • eine breite Diskussion aller Vorschläge

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